Migration von StreamServe zu OpenText Exstream

Warum jetzt migrieren?

StreamServe hat sich über zwei Jahrzehnte bewährt – aber die Plattform wird von OpenText nicht mehr aktiv weiterentwickelt. Neue Funktionen, Formate und Sicherheitsupdates fließen in OpenText Exstream – heute unter dem Namen OpenText Communications quartalsweise als Cloud Editions weiterentwickelt (aktuell CE 26.x), für den On-Premises-Betrieb ebenso wie für die Cloud. Wer heute auf StreamServe 5.x produziert, steht deshalb früher oder später vor der Migration.

Eine Migration ist kein Selbstläufer: Skripte, Formulare, Schnittstellen und jahrelang gewachsene Sonderlogik müssen auf der neuen Plattform nachgebaut und auf identische Ausgabe geprüft werden. Genau dieses Vorgehen haben wir in der Praxis umgesetzt – als vollständige Systemmigration von StreamServe 5.6.2 auf OpenText Exstream V16.

Unser Rat: Planen Sie die Migration, bevor sie dringend wird. Zwischen Jahresendverarbeitung, regulatorischen Terminen und laufenden Change Requests sind die Zeitfenster für einen Systemwechsel knapp. Wer früh analysiert, migriert ohne Zeitdruck, kann Alt- und Neusystem in Ruhe parallel betreiben – und verteilt Aufwand und Risiko über mehrere Releases statt auf einen einzigen Stichtag.

Migration in fünf Schritten

Erprobt in der Praxis – jeder Schritt mit klarem Ergebnis und Abnahmekriterium.

1

Analyse & Migrationskonzept

Bestandsaufnahme aller Projekte, Module und Schnittstellen; Festlegen von Reihenfolge, Testkonzept und Zielarchitektur.

2

Technisches Mapping

Abbildung der StreamServe-Konzepte auf Exstream: Events, Prozesse, Skripte, Formulare, Ressourcen – inklusive Prüfung, ob die Zielversion einen Migrationspfad bietet und welche Skriptfunktionen oder Konnektoren ersetzt werden müssen.

3

Implementierung

Nachbau aller Module auf der neuen Plattform – strukturiert, versioniert und dokumentiert.

4

Test auf Ausgabeäquivalenz

Systematischer Vergleich der Ausgaben: Jedes Dokument muss fachlich und optisch dem Original entsprechen.

5

Produktivnahme & Hypercare

Begleiteter Go-Live mit intensiver Betreuung, bis der neue Betrieb stabil läuft.

In der Praxis migrieren wir modulweise: Während die ersten Module bereits im Äquivalenztest sind, folgen die nächsten in der Implementierung. So bleibt das Projekt steuerbar, Zwischenergebnisse sind früh sichtbar – und Ihr Tagesgeschäft läuft währenddessen ungestört weiter.

So haben wir es umgesetzt

Migration · OpenText Exstream

Systemmigration: StreamServe 5.6.2 → OpenText Exstream V16

  • Erstellung des Migrationskonzepts und der technischen Mappings
  • Implementierung aller bestehenden Projekte und Module auf der neuen Plattform
  • Portierung von Skripten, Funktionsbibliotheken und Schnittstellen
  • Test der migrierten Projekte auf Funktions- und Ausgabeäquivalenz
  • Produktivnahme und Hypercare-Begleitung
  • Dokumentation und Wissenstransfer an das interne Team

Die Migration umfasste sämtliche produktiven Dokumentprozesse – vom Tagesgeschäft über die Schnittstellen zu Druckdienstleistern und Archivsystemen bis zur Jahresendverarbeitung. Nach der Produktivnahme lief die Ausgabe vom ersten Tag an stabil im Regelbetrieb. Das Vorgehen ist dabei versionsunabhängig: Es gilt für Exstream V16 ebenso wie für die aktuellen CE-Releases.

Weitere Projektbeispiele finden Sie in unserer Projekterfahrung. Einen Überblick über alle Exstream-Leistungen gibt unsere Seite OpenText Exstream Beratung.

Häufige Fragen zur Migration

Wie lange dauert eine Migration von StreamServe zu Exstream?

Eine Migration kann in wenigen Wochen abgeschlossen sein, wenn OpenText einen Migrationspfad für die Ausgangsversion anbietet und wenig individuelle Anpassung im Spiel ist. Umfangreiche, stark angepasste Systemlandschaften brauchen entsprechend länger. Nach der Analysephase geben wir eine belastbare Schätzung ab.

Migrieren Sie 1:1 oder wird neu aufgebaut?

In der Regel migrieren wir funktional 1:1 – das hält Test und Abnahme überschaubar. Gleichzeitig ist die Migration ein guter Zeitpunkt, Altlasten zu bereinigen: ungenutzte Module, doppelte Logik, veraltete Formate.

Was treibt den Aufwand einer Migration?

Entscheidend ist zunächst, ob OpenText für Ihre Ausgangsversion einen Migrationspfad anbietet – dann ist die Migration meist überschaubar. Aufwand entsteht vor allem dort, wo in neueren Versionen alte Skriptfunktionen oder Konnektoren weggefallen sind und nachgearbeitet werden muss, sowie durch den Umfang an Individual-Scripting, die Zahl der Dokumenttypen und Schnittstellen und Sonderformate wie PageOUT. Standardnahe Installationen migrieren deutlich schneller als stark angepasste.

Ist ein Parallelbetrieb möglich?

Ja, und wir empfehlen ihn: Alt- und Neusystem laufen eine Zeit lang parallel, die Ausgaben werden systematisch verglichen. So gehen Sie ohne Risiko in die Produktivnahme.

Was passiert mit unseren StreamServe-Skripten?

Sie werden analysiert und auf die Exstream-Konzepte übertragen. Vieles lässt sich strukturiert portieren, manches wird in Exstream einfacher – wir prüfen das im Rahmen des Mappings.

Was passiert mit alten PageOUT-Dokumenten?

Das in älteren StreamServe-Installationen noch weit verbreitete PageOUT-Format sollte im Zuge der Migration abgelöst werden. Dafür gibt es keinen Migrationspfad: PageOUT-Dokumente werden in StoryTeller nachgebaut. Der Nachbau ist gut planbar – und zugleich die Gelegenheit, Layouts zu modernisieren.

Bleiben unsere Ausgaben wirklich identisch?

Das ist das zentrale Abnahmekriterium: Wir testen jede migrierte Ausgabe auf fachliche und optische Äquivalenz zum Original – Abweichungen werden dokumentiert und behoben.

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